Mehr Infos
(0)228 387 63 955
·
info@kraemer.law
·
Mo. - Fr. 08:00 - 18:00
Jetzt anrufen
Flutkatastrophe? Bitte unten links klicken.

Ein Flutbetroffener, der nicht elementarversichert ist, hat Glück im Unglück. In seinem Antrag auf
Wiederaufbauhilfe für sein beschädigtes Gebäude legt er der Bezirksregierung ein Gutachten vor, in
dem die Schadenssumme ausgewiesen ist. Daraufhin erhält er sofort 40% der Fördersumme, um sanieren zu können.

Elementarversicherte Flutbetroffene haben Glück, wenn die Schadensabwicklung mit der Versicherung reibungslos verläuft. Leider ist das oft nicht der Fall und ein zermürbender Abnutzungskampf
mit der Versicherung treibt die ohnehin von der Flut gezeichneten Betroffenen in die Verzweiflung
und zwingt sie zur Aufnahme von Krediten.

Bisher haben sie nicht die Möglichkeit, so leicht wie ihre nicht versicherten Leidensgenossen, Förderung vom Wiederaufbau zu erhalten. Denn das Ministerium für Heimat, Kommunales, Bau und Digitalisierung des Landes Nordrhein-Westfalen (MHKBG) und die Bezirksregierungen vertreten bis jetzt
den Standpunkt, dass zunächst die Schadensabwicklung mit der Versicherung abgeschlossen sein
muss, um zu wissen, welche nicht erstatteten Kosten gegebenenfalls gefördert werden können. Und
dies dauert in der Regel lange.

So lange, dass die Versicherten am Ende ihrer Kraft, Vergleichsangebote der Versicherung annehmen, beiderseitig wohl wissend, dass die Vergleichssumme nicht ausreicht, um die Sanierung abzuschließen. Jedoch mit der Annahme des Vergleichsangebots endet der Leidensweg der Versicherten.
Denn nun sind sie den Nichtversicherten gleichgestellt und können für die restlichen Sanierungskosten problemlos einen Antrag auf Wiederaufbauhilfe stellen.

Und das Ministerium? Schaut bisher zu, wie die Versicherungen ihren vertraglichen Verpflichtungen
nicht nachkommen und die Sanierungskosten auf den Staat abwälzen. Was ist zu tun? Versicherte,
die Probleme mit Versicherung haben, müssen sofort Förderung erhalten, um wie die Nichtversicherten zeitnah Geld für die Sanierung und für die Beauftragung eines Fachanwaltes für Versicherungsrecht zur Verfügung zu haben. Auf diese Möglichkeit muss das Ministerium die Versicherten aufmerksam machen, was bisher nicht geschehen ist.

In Leitfäden informiert das Ministerium nur darüber, dass Versicherte einen Antrag auf Förderung
des Selbstbehalts und der Kosten, die von der Versicherung nicht übernommen werden, stellen können. Ob und in welcher Höhe ein Vergleichsangebot von der Versicherung angenommen werden
kann, wird nirgendwo erwähnt. Dies muss sich dringend ändern.
Denn Versicherte dürfen nicht schlechter gestellt werden als Nichtversicherte.

Haben Sie Probleme mit Ihrer Versicherung?
Kraemer.Law hilft mit einer kostenlosen telefonischen Ersteinschätzung.

📞(0)228 387 63 955
📧 info@kraemer.law
🌐 https://www.kraemer.law

Verwandte Beiträge